Was kommt an Weihnachten auf den Tisch? Manche setzen auf vertraute Klassiker, andere möchten etwas Neues ausprobieren. Diese vier Rezeptideen bieten Auswahl für ein Festmenü mit Fleisch, Fisch oder ganz ohne Fleisch – plus ein Dessert, das sich gut vorbereiten lässt.
Für die Planung in Remscheid gilt wie überall: Erst das Menü festlegen, dann den Einkauf und die Vorbereitungen verteilen. Wer Zutaten regional besorgen möchte, kann dafür passende Erzeuger und Fachgeschäfte in der eigenen Umgebung berücksichtigen. Konkrete Bezugsquellen sind hier nicht aufgeführt.
1. Entenkeulen mit Rotkohl und Kartoffelklößen
Knusprige Haut, zartes Fleisch und eine kräftige Soße machen dieses Gericht zum klassischen Festessen. Die Rotkohlbeilage lässt sich bereits am Vortag zubereiten.
Zutaten für vier Personen
- 4 Entenkeulen
- 2 Äpfel und 2 Zwiebeln
- 300 ml Geflügelfond
- Salz, Pfeffer, Majoran und Beifuß
- 1 kleiner Rotkohl und 1 zusätzliche Zwiebel
- 2 EL Apfelessig, 150 ml Apfelsaft
- 1 Lorbeerblatt, 2 Nelken und 1 EL Butter
- 8 Kartoffelklöße, frisch oder nach Packungsanleitung
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Entenkeulen trocken tupfen und mit Salz, Pfeffer, Majoran und Beifuß würzen.
- Äpfel und Zwiebeln grob schneiden, in einen Bräter geben und die Keulen darauflegen. Geflügelfond angießen.
- Die Keulen etwa 90 bis 110 Minuten garen. Für knusprige Haut gegen Ende gegebenenfalls kurz die Grillfunktion verwenden. Das Fleisch muss vollständig durchgegart und weich sein.
- Für den Rotkohl den Kohl fein schneiden. Die zusätzliche Zwiebel in Butter anschwitzen, Kohl zugeben und mit Essig und Apfelsaft ablöschen. Lorbeer und Nelken hinzufügen und alles zugedeckt rund 45 bis 60 Minuten schmoren.
- Klöße nach Anleitung zubereiten. Den Bratensud entfetten, passieren und nach Wunsch einkochen lassen.
Vorbereitung: Rotkohl kann am Vortag gekocht und vor dem Servieren wieder erwärmt werden.
2. Ofenlachs mit Kräuterkruste und Rosmarinkartoffeln
Wer kein großes Bratengericht servieren möchte, kann Lachs mit Kartoffeln kombinieren. Die Garzeit des Fischs hängt von der Dicke der Filets ab; so lässt sich das Gericht gut auf den eigenen Ofen und die gewünschte Garstufe abstimmen.
Zutaten für vier Personen
- 4 Lachsfilets à etwa 150 bis 180 g
- 800 g kleine Kartoffeln
- 2 EL Olivenöl und 2 Zweige Rosmarin
- 1 Bio-Zitrone
- 3 EL Semmelbrösel und 2 EL gehackte Petersilie
- 1 TL Dijon-Senf und 2 EL weiche Butter
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Kartoffeln halbieren, mit Olivenöl, Rosmarin und Salz vermengen und bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 30 bis 40 Minuten backen.
- Semmelbrösel, Petersilie, Senf, Butter und etwas Zitronenabrieb vermischen.
- Lachsfilets salzen, pfeffern und mit der Kräutermasse bestreichen.
- Den Lachs bei 180 Grad etwa 15 bis 20 Minuten backen. Die genaue Zeit richtet sich nach der Dicke. Für vollständig durchgegarten Fisch nennt das Rezept eine Kerntemperatur von rund 63 Grad.
- Mit Zitronenspalten und Rosmarinkartoffeln servieren.
Grüner Spargel, Brokkoli oder glasierte Möhren passen als zusätzliche Beilage dazu.
3. Vegetarischer Blätterteigbraten mit Pilzen und Maronen
Eine vegetarische Hauptspeise kann ebenso im Mittelpunkt des Menüs stehen. In diesem Braten sorgen Champignons, Maronen und Walnüsse für eine herzhafte Füllung. Dazu passen Rotkohl, Kartoffelpüree oder eine vegetarische Pilzsoße.
Zutaten für vier Personen
- 1 Rolle Blätterteig
- 400 g Champignons und 200 g vorgegarte Maronen
- 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe
- 100 g Walnüsse
- 2 EL Olivenöl und 2 EL Semmelbrösel
- 1 TL Thymian, Salz und Pfeffer
- 1 Ei oder etwas Pflanzenmilch zum Bestreichen
Zubereitung
- Champignons, Zwiebel, Knoblauch, Maronen und Walnüsse klein hacken.
- Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen. Pilze zugeben und braten, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist.
- Maronen und Walnüsse untermischen und mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen.
- Die Füllung vollständig abkühlen lassen. Bei Bedarf Semmelbrösel für eine festere Konsistenz einarbeiten.
- Die Füllung mittig auf dem Blätterteig verteilen und den Teig darüber verschließen. Mit Ei oder Pflanzenmilch bestreichen.
- Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 30 bis 35 Minuten goldbraun backen.
Vorbereitung: Die Füllung lässt sich am Vortag zubereiten. Vor dem Einwickeln sollte sie abgekühlt sein.
4. Bratäpfel mit Marzipan und Vanillesoße
Bratäpfel sind ein unkompliziertes Dessert, das sich mit wenigen Zutaten vorbereiten lässt. Rosinen sind optional; wer sie weglässt, verändert die Grundidee der Füllung nicht.
Zutaten für vier Personen
- 4 große Äpfel, zum Beispiel Boskoop
- 100 g Marzipanrohmasse und 40 g gehackte Mandeln
- 40 g Rosinen, optional
- 1 TL Zimt und 1 EL Butter
- 100 ml Apfelsaft und 250 ml Vanillesoße
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Äpfel waschen und das Kerngehäuse entfernen, ohne den Boden vollständig durchzustechen.
- Marzipan, Mandeln, nach Wunsch Rosinen und Zimt vermengen und in die Äpfel füllen.
- Äpfel in eine Auflaufform setzen, mit kleinen Butterstückchen belegen und den Apfelsaft angießen.
- Rund 25 bis 35 Minuten backen, bis die Äpfel weich sind. Mit warmer Vanillesoße servieren.
Für eine alkoholfreie Variante bleibt die Füllung ohne zusätzlichen Alkohol.
So wird die Menüplanung entspannter
- Vorher entscheiden: Ein festgelegtes Menü macht Einkauf und Zeitplanung übersichtlicher.
- Arbeit verteilen: Rotkohl, Füllungen und Dessertbestandteile können teilweise am Vortag vorbereitet werden.
- Vorlieben einplanen: Wer Gäste mit unterschiedlichen Essgewohnheiten bewirtet, kann ein vegetarisches Hauptgericht oder eine passende Alternative vorsehen.
- Einfach halten: Ein gelungenes Festessen muss nicht aus mehreren Gängen bestehen. Auch ein einzelnes Hauptgericht mit Beilage kann den Mittelpunkt des Abends bilden.
Ein Weihnachtsessen nach dem eigenen Geschmack
Ente mit Rotkohl, Ofenlachs, vegetarischer Blätterteigbraten oder Bratapfel: Die vier Vorschläge lassen sich einzeln verwenden oder zu einem Menü kombinieren. Für Remscheider Haushalte kann die Planung außerdem ein Anlass sein, regionale Zutaten dort einzubeziehen, wo sie erhältlich sind. Entscheidend ist, ein Essen zu wählen, das zu den Gästen und zum eigenen Zeitplan passt.
