Ob langer Innenstadtmarkt, historische Altstadt oder Weihnachtsdorf im Wald: Die Weihnachtsmärkte im Bergischen Land bieten 2026 ganz unterschiedliche Ausflugsziele. Für Remscheiderinnen und Remscheider liegt der Weihnachtstreff direkt vor der Haustür. Wer Abwechslung sucht, findet in den Nachbarstädten Märkte mit Schlosskulisse, Fachwerk oder viel Vereinscharakter.
Die Auswahl ist eine redaktionelle Orientierung, keine Rangliste. Termine und Öffnungszeiten können sich ändern. Prüfen Sie vor der Fahrt die Angaben des jeweiligen Veranstalters.
Remscheid: früh starten oder Lennep besuchen
Der Remscheider Weihnachtstreff auf dem Theodor-Heuss-Platz soll am 13. November 2026 beginnen und bis zum 23. Dezember laufen. Damit ist er eine Option für alle, die schon früh in der Saison Weihnachtsmarktstimmung suchen. Freitags und samstags ist der Markt den vorliegenden Angaben zufolge teilweise bis 22 Uhr geöffnet.
Eine andere Kulisse bietet der Lenneper Weihnachtstreff: Er ist vom 10. bis 13. Dezember auf dem Alten Markt vorgesehen. Die historische Altstadt mit ihren bergischen Häusern und engen Gassen macht den Besuch zu einer passenden Ergänzung zum längeren Markt in Remscheid-Mitte. Wer in Remscheid wohnt, kann also zwischen einem längeren Innenstadtangebot und einem kurzen Altstadttermin wählen.
Für lange Saison und große Auswahl
Wuppertal: Innenstadt und Schloss Lüntenbeck
Der Wuppertaler Winterzauber auf dem Laurentiusplatz ist nach den veröffentlichten Terminen vom 19. November bis zum 28. Dezember geplant. Weitere Weihnachtsangebote gibt es in Elberfeld. Für einen Gegenpol zum Innenstadttrubel bietet sich Schloss Lüntenbeck an: Dort sind an Adventswochenenden Anfang Dezember Märkte vorgesehen. Die historischen Mauern und das Kunsthandwerk setzen einen anderen Akzent als die Innenstadt.
Bergisch Gladbach: mehrere Märkte, unterschiedliche Kulissen
In Bergisch Gladbach sind mehrere Weihnachtsmärkte gelistet. Der Markt auf dem Konrad-Adenauer-Platz soll vom 19. November bis 23. Dezember stattfinden, täglich ab 11 Uhr; samstags ist er länger geöffnet. Das Refrather Weihnachtsdorf auf dem Peter-Bürling-Platz ist vom 16. November bis 23. Dezember vorgesehen. Der Bensberger Hüttenzauber soll vom 19. November bis 30. Dezember laufen.
Wer Industriegeschichte statt klassischer Innenstadt sucht, kann den Zanders Zauber auf dem ehemaligen Industrieareal vormerken: Er ist für den 14. bis 23. Dezember angekündigt. Der Unikat-Weihnachtsmarkt im Grandhotel Schloss Bensberg ist für den 10. bis 13. Dezember geplant. Für diesen Markt ist Eintritt vorgesehen; laut Veranstalterangaben ist ein Getränk enthalten, Kinder bis zwölf Jahre kommen kostenlos hinein. Prüfen Sie die Konditionen vor dem Besuch noch einmal beim Veranstalter.
Historische Kulissen und besondere Orte
Hattingen: Fachwerk als Weihnachtskulisse
Der Nostalgische Weihnachtsmarkt in Hattingen soll vom 23. November bis 22. Dezember stattfinden. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern ist dabei ein wesentlicher Teil des Erlebnisses. Durch die längere Laufzeit lässt sich der Besuch flexibel planen und mit einem Spaziergang durch die Gassen verbinden.
Hückeswagen: Hüttenzauber in der Altstadt
Der Hückeswagener Hüttenzauber ist für den 4. bis 6. Dezember angekündigt. Geplant sind Öffnungszeiten am Freitag von 17 bis 22 Uhr, am Samstag von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Regionale Händler und Aussteller bieten unter anderem Handarbeit, Dekoration, Geschenkideen und Gastronomie an. Die historische Altstadt und die Nähe zum Schloss sorgen für eine passende Kulisse.
Solingen: Schloss Grünewald und Schloss Burg
Der Grünewalder Adventstraum auf Schloss Grünewald ist 2026 an mehreren Adventswochenenden zwischen Ende November und dem 20. Dezember vorgesehen. Der Veranstalter nennt rund 100 Aussteller pro Wochenende und etwa 1.500 Meter Lichterketten im Park. Kunsthandwerk, Manufakturen, Feuerschalen, Lichtinstallationen und Musik gehören zum angekündigten Angebot. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre haben laut Veranstalter freien Eintritt.
Auch auf Schloss Burg ist Ende November ein Adventsbasar angekündigt. Wer vor allem eine historische Atmosphäre sucht, kann diese beiden Solinger Ziele auf die Merkliste setzen. Die konkreten Veranstaltungstage sollten vor der Planung geprüft werden.
Waldmarkt, Vereinsleben und lokale Traditionen
Velbert: klassischer Markt oder Winterzauber im Wald
Der Weihnachtsmarkt Am Offers ist für den 4. bis 6. sowie den 10. bis 13. Dezember geplant. Die angegebenen Öffnungszeiten: freitags 15 bis 21 Uhr, samstags 11 bis 21 Uhr und sonntags 11 bis 19 Uhr. Am Donnerstag, 10. Dezember, soll der Markt von 17 bis 21 Uhr öffnen.
Eine ungewöhnlichere Alternative ist der Wintermarkt im Wald-Abenteuer am Bismarckturm in Langenberg. Er ist für den 11. bis 13. und den 18. bis 20. Dezember vorgesehen. Kunsthandwerk, Lagerfeuer, Livemusik und weihnachtliche Leckereien versprechen eine andere Atmosphäre als ein Markt in der Innenstadt.
Heiligenhaus und Radevormwald: überschaubar und lokal
In Heiligenhaus ist der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz vom 10. bis 13. Dezember geplant. Lokale Vereine, Gruppen und Einrichtungen sollen beteiligt sein. Vorgesehene Öffnungszeiten sind Donnerstag und Freitag von 16 bis 22 Uhr, Samstag von 11 bis 22 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
Der Radevormwalder Weihnachtsmarkt findet den Angaben zufolge vom 11. bis 13. Dezember rund um Marktplatz, Kaiserstraße und Schlossmacherplatz statt. Vereine und Händler bieten unter anderem Holzarbeiten, Handarbeiten, Schmuck und weihnachtliche Speisen und Getränke an. Musik und Kinderangebote ergänzen das Programm.
Wermelskirchen: ein besonderer Weihnachtsbaum
Ein markanter Anziehungspunkt in Wermelskirchen ist der historische Mammutbaum: Er ist knapp 27 Meter hoch, mehr als 150 Jahre alt und wird zur Weihnachtszeit mit hunderten Lichtern beleuchtet. Die Stadt bezeichnet ihn als Deutschlands größten innerstädtischen Naturweihnachtsbaum. Die Bergische Weihnacht beziehungsweise der kulinarische Weihnachtsmarkt ist für den zweiten Advent als Veranstaltungssonntag ausgewiesen. Genaue Veranstaltungs- und Öffnungszeiten sollten Sie vor dem Besuch noch einmal prüfen.
Mettmann: der Blotschenmarkt zieht um
Der Mettmanner Blotschenmarkt ist für den 27. November bis 13. Dezember angekündigt. Wegen der Sanierung der St.-Lambertuskirche zieht er 2026 erstmals auf den Königshofplatz um. Geplant sind Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag zwischen 16 und 21 Uhr, freitags bis 22 Uhr und am Wochenende ab mittags. Der neue Standort macht den Besuch in diesem Jahr besonders interessant: Es wird sich zeigen, wie sich das vertraute Marktgefühl dort entfaltet.
Welcher Weihnachtsmarkt passt zu Ihrem Ausflug?
- Für einen frühen Saisonstart: Remscheids Weihnachtstreff beginnt nach den vorliegenden Terminen am 13. November.
- Für historische Altstadtatmosphäre: Lennep, Hattingen und Hückeswagen setzen auf ihre historischen Ortsbilder.
- Für Schlosskulissen: Schloss Grünewald und Schloss Bensberg bieten besondere Veranstaltungsorte.
- Für einen ungewöhnlichen Rahmen: Der Wintermarkt am Bismarckturm in Velbert-Langenberg führt in den Wald.
- Für lokale Gemeinschaft: Heiligenhaus und Radevormwald heben die Beteiligung von Vereinen und örtlichen Anbietern hervor.
- Für mehrere Märkte zur Auswahl: Wuppertal und Bergisch Gladbach bieten verschiedene Angebote und längere Laufzeiten.
Vor der Fahrt Termine noch einmal prüfen
Ein Weihnachtsmarktbesuch muss nicht weit führen: Remscheid bietet mit dem Weihnachtstreff und dem Lenneper Markt zwei unterschiedliche Möglichkeiten in der eigenen Stadt. Für einen weiteren Ausflug locken die Altstädte von Hattingen und Hückeswagen, die Schlossmärkte in Solingen und Bergisch Gladbach sowie der Waldmarkt in Velbert-Langenberg.
Da sich Termine und Öffnungszeiten kurzfristig ändern können, lohnt sich vor der Abfahrt ein Blick auf die jeweilige Veranstalterseite. Besonders bei Märkten mit einzelnen Adventswochenenden oder noch nicht vollständig ausgewiesenen Zeiten ist das wichtig.
